Mamaproblem

Der Älteste ist gerade auf einer Geburtstagsparty. Ist ja normal, wenn Kinder Freunde haben. Und Samstag Nachmittag ist auch in der Pubertät eine recht nette Zeit, um auf eine Party zu gehen. Um 18 werden wir ihn abholen und dann ist der Küken wieder unter dem Flügel der Glucke.

Es ist aber Die Person Mit Den Zöpfen, die 13 wird. Wie der Älteste, ist auch sie ein Winterkind. Hübsch ist sie, und schlau. Klassenbeste oder so. Nicht zu schlimm in der Pubertät, wenigstens sieht es so in der Schule aus - nicht geschminkt, flirtet nicht mit den Jungen (tja, wir haben alles Mögliche in der Schule, manche Mädels sind traurigerweise frühreif), kümmert sich um kleinere Kinder, organisiert Dinge, wenn was organisiert werden muss... Ein tolles Mädchen, natürlich.

Aber... sie ist ja auch noch ein Kind, so wie der Älteste. Und wegen unterschiedlichen Wohnorten und Sporttermine und so weiter und so fort haben die beiden sich bis jetzt kaum ausserhalb der Schule und Virtualraum getroffen. Sie wird sonst nur Mädchen einladen, sagte der Älteste - kann es denn sein, dass dort sieben Schneewittchen und ein Zwerg sind? Und wie fühlt sich mein Junge in dieser ungewohnten Situation? Es soll doch schön werden, so eine Einladung und so ein Feier in diesem schön-schrecklichen Alter, wo noch gar nicht erwachsen, aber auch nicht mehr so richtig Kinder sind. Was ist aber, wenn es nicht schön ist? Wenn sie alle miteinander nicht klarkommen?

Mamas weinen eben um ihre Jungen... oder in diesem Fall  nimmt die Mama eine beruhigende Baldriantablette ein und betet, dass alles gut geht.

Später: Es ist schön gewesen, lustig und freundlich. Und es gab doch noch andere Jungs (Mädchen können recht fies werden, wenn nur ein Junge dabei ist). Kuchen hat er nicht so gemocht, aber Snacks - macht nichts, er war ja nicht wegen des Essens da. Und vielleicht wird die Person Mit Den Zöpfen ihm in den nächsten Tagen wieder Herzchen über Facebook schicken.

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